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T E N N I S E L L E N B O G E N Der Tennisarm, Epicondylitis humeri radialis, EHR, Epicondylitis humeri lateralis
Ursache / Entstehung Medizinisch betrachtet handelt es sich bei dem "Tennisarm" um ein Schmerzsyndrom, dessen Ursprungszonen sich an den äußeren Ansätzen des Oberarmknochens (Humerus) befinden. Genauer gesagt versteht man unter einem Tennisarm eine so genannte Sehnenursprungsentzündung (Sehnen-ursprungstendinose) der Unterarmstreckmuskulatur (Hand- und Fingerstrecker), die in der Regel durch Überbeanspruchung im Beruf (Maus, Tastatur, Heben, Tragen), oder auch Sport (z.B. Tennis) hervorgerufen wird.
Symptome Beim Tennisarm treten infolge einer Überbeanspruchung der Muskulatur charakteristische Schmerzen auf, die die Gebrauchsfähigkeit des betroffenen Armes unter Umständen enorm einschränken. Die Schmerzen sind bei Bewegungen im Bereich des Unterarmes und Ellenbogens vorhanden. Sie betreffen insbesondere den daumenseitigen Teil des körpernahen Unterarmes und die Außenseite der Ellenbeuge. Ein Druckschmerz ist in diesen Arealen auslösbar. Auch die Unterarmdrehung und der kräftige Faustschluss sind oft schmerzhaft. Die Betroffenen sind wegen der Schmerzen sowohl im Beruf als auch im Alltag stark eingeschränkt. In weiter fortgeschrittenen Stadien kommt es zur Kraftminderung der gesamten Hand- und Fingermuskulatur. Wir müssen von der Epicondylitis humeri radialis (= Tennisellenbogen) beispielsweise die Epicondylitis humeri ulnaris (Golferellenbogen), aber auch andere Krankheiten unterscheiden und ausschließen. Folglich müssen wir von den oben beschriebenen typischen Schmerzen des Tennisellenbogens Schmerzen, die z. B. von der Halswirbelsäule ausgehen (Halswirbelsäulensyndrom) unterscheiden. Auch müssen wir Einengungen und Reizungen bestimmter Nerven, verschleißbedingte Gelenkveränderungen (Arthrose), sowie Entzündungsprozesse und Tumore abgrenzen.
Behandlung
Konservativ: Eine konservative Therapie muss frühzeitig beginnen und konsequent durchgeführt werden. Ist es erst einmal zu einem chronischen Schmerzsyndrom gekommen, hat die konservative Therapie nur noch wenig Aussicht auf Erfolg. Die Medikamentöse Therapie beinhaltet die Anlage von Salbenverbänden (z. T. Kortisoncremes, Diclofenac-Emulgel etc.). Weiterhin kann eine Injektion des Muskelursprunges mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten (Mischung aus Lokalanästhetika und Kortikoid) durchgeführt werden. Das Tragen einer Unterarmgipsschiene ist eine weitere konservative Therapieoption. Auch so genannte Muskelspangen oder – bandagen können eine Linderung bringen, sind aber eher vorbeugend bei geringen Beschwerden oder bei erneuter Belastung nach konservativen Behandlungen einzusetzen.
Eine Therapieoption mit einer relativ hohen Erfolgsquote um die 70 % ist die Stoßwellentherapie, die wir Ihnen in unserer Praxis anbieten können. Diese Technik, die früher in anderer Form zur Nierensteinzertrümmerung eingesetzt wurde, hat bei den so genannten Insertionstendopathien (Tennisellbogen, Golferellbogen, Kalkschulter, Fersensporn etc.) eine weite Verbreitung gefunden.
Eine zusätzliche Ergänzung bietet die Soft – Laser – Therapie, die wir Ihnen ebenfalls in unserer Praxis anbieten können.
Die beiden letztgenannten Therapieverfahren werden nicht von den Krankenkassen bezahlt. Die Kosten sind aber nicht horrend. Erkundigen Sie sich bei uns unserem Praxisteam nach den Konditionen und der Verfügbarkeit.
Operativ: Sollten Sie nach einer konsequenten konservativen Therapie immer noch keine Besserung oder gar eine Verschlechterung bemerken, dann könnte eine operative Therapie ratsam sein. Der Eingriff kann, wenn keine Gründe dagegen sprechen, ambulant durchgeführt werden. Eine Plexusanästhesie (Armbetäubung in der Achselhöhle) oder venöse Anästhesie ist meist ausreichend. Heute wird grundsätzlich die Kombinationsoperation zweier Verfahren gewählt, die jedes für sich auch noch gelegentlich angewendet werden.
Operation nach Hohmann: Im Hinblick auf eine Epicondylitis bedeutet dieser Eingriff eine Abtrennung der entsprechenden Muskulatur auf der Daumenseite der Ellenbeuge. Dies geschieht über einen Längsschnitt in diesem Bereich. Dadurch werden die betroffenen Sehnenursprünge im Rahmen einer Vernarbung entlastet. Operation nach Wilhelm: Bei dieser Operation durchtrennen wir durch den gleichen Hautschnitt kleinste Nerven, die den Ellenbogenbereich versorgen. Man bezeichnet diese Operation auch als so genannte Denervierungsoperation.
Wir führen ausschließlich die Kombination beider Varianten durch. Beim Golferellenbogen wird der Eingriff in ähnlicher Weise an der Kleinfingerseite der Ellenbeuge durchgeführt.
Nach der Behandlung Eine Oberarmgipsschiene ist für 10-14 Tagen empfehlenswert. Nach dieser Zeit werden auch die Fäden entfernt. Anschließend müssen nach Anleitung eigentätige Bewegungsübungen durchgeführt werden. Gelegentlich sind auch Übungen unter Anleitung von Therapeuten erforderlich (Krankengymnasten, Physiotherapeuten). Arbeits- und Sportfähigkeit ist in der Regel nach 4-6 Wochen wieder ge
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